Events entwickeln sich weiter. Gäste erwarten einfache Abläufe, persönliche Erlebnisse und relevante Begegnungen. Gleichzeitig sollen Eventteams effizient arbeiten, flexibel reagieren und jederzeit den Überblick behalten.
Im Austausch mit Christian Studer, CEO und Founder von Bright Live AG, sprechen wir über Event-Formate, die 2026 besonders relevant sind, wo AI heute schon echten Mehrwert schafft und wie smarte Technologien das Erlebnis vor Ort verändern.
Der Auslöser war der Spätsommer 2025, als die AI Agents salonfähig wurden. Mir war klar, dass wir uns als Agentur bewegen müssen. Ich habe Bright vor 23 Jahren gegründet und wir haben uns seither mehrmals transformiert, um am Puls der Zeit zu bleiben.
Heute liegt unser Fokus auf 360° Live Kommunikation mit vertiefter Expertise in LiveCom AI, LiveCom Data und LiveCom Content. AI wird es auch in Zukunft geben, eher mehr als weniger. Und der Bereich Data wird ebenfalls nicht kleiner. Daten sind die Basis für die Messbarkeit, Content bedeutet Reichweite. Richtig eingesetzt erhöht das den Return on Investment.
| Kurz erklärt: LiveCom AI steht für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Live-Kommunikation, LiveCom Data für die Auswertung von Event-Daten und LiveCom Content für die Inhalte, die vor, während und nach dem Event entstehen. |
Ich bin CEO von Bright und seit der Gründung vor 23 Jahren dabei. Zuständig bin ich für Kreation und Konzeption, für Dramaturgie und Storytelling, also für das Big Picture eines Events. Dazu kommt die persönliche Betreuung unserer Schlüsselkunden, vor allem im First Class Segment.
Die Budgets werden zurzeit eher kleiner statt grösser. Dennoch ist die Live-Kommunikation im Trend. Man möchte sich wieder persönlich austauschen. Entsprechend sehe ich jene Formate vorne, die kleiner, persönlicher und authentischer sind.
In nahezu jedem Bereich: Effizienter in der Planung, in der Kreation und in der Umsetzung. Wir können Konzepte und Strategien auf die Zielgruppe hin überprüfen und optimieren. Mit unserem AI Event Concierge machen wir das Erlebnis für den Gast persönlicher, er begleitet rund um die Uhr per Chat und Voice in über 40 Sprachen.
Dazu kommen die Auswertung von Daten, das Live Sentiment am Anlass und Content, den wir bei Bedarf direkt vor Ort produzieren und publizieren.
Eine immer grössere. Mit AI lässt sich der Gästefluss direkt vor Ort kontrollieren und steuern, Engpässe an Grossanlässen erkennt man frühzeitig.
Das grosse Thema, das kommen wird, ist Face Recognition als direkte Zutrittslösung. Davon bin ich überzeugt. Auch da sind wir mit Bright an vorderster Front und entwickeln mit unseren Partnern ein Produkt, das genau auf dieses Bedürfnis eingeht.
Für Events bekommt der Teilnehmer sehr oft eine Gästeliste, aber keine Telefonnummern und keine Mailadressen. Über unsere AI Integration können die Gäste vor oder während dem Anlass per Chat oder telefonisch eine Nachricht hinterlassen, wenn sie eine bestimmte Person von der Gästeliste treffen möchten.
Unser AI Event Concierge koordiniert dann ein Treffen am Event. Dies kann man auch ausweiten und bestimmte Gruppen und Teams zusammenführen, oder Menschen mit den gleichen Freizeitaktivitäten, Interessen, etc. Und das alles ohne App-Installation, Emailflut und Kalender-Wirrwarr.
Sehr oft ist weniger mehr. Es braucht eine klare Strategie und einen klaren Fokus, und man soll im Kleinen anfangen. Zuerst eine kleine Aufgabe lösen und diese dann ausbauen.
Ganz wichtig ist: Der Mensch bleibt zentral. Es braucht immer jemanden, der kontrolliert, überwacht und vor allem flexibel bleibt. Ein Event richtet sich nicht nach exakten Zeiten, sondern nach dem Flow der Gäste.
Vieles. Früher brauchte es für Renderings einen Designer oder einen Dekorateur. Heute machen wir den ersten Entwurf selber, schneller und in guter Qualität. Für die Umsetzung braucht es die Expertise dieser Fachleute nach wie vor.
Dank den Agents recherchieren wir zudem effizienter, automatisieren Abklärungen und können Offerten im Handumdrehen analysieren und vergleichen. Der heutige Eventmanager muss offen sein und ein Faible für AI und neue Tools haben.
Unterschätzt wird seit jeher das Gästemanagement: das Erstellen einer sauberen Gästeliste, das Einladen und die Betreuung. Viele Kunden unterschätzen, was es bedeutet, eine Gästeliste aufzubauen und dranzubleiben, bis die gewünschte Anzahl Gäste zusammen ist. Oft braucht es einen mehrstufigen Einladungsprozess oder das Sales Team muss telefonisch nachfassen.
Die Konkurrenz an Veranstaltungen und Angeboten, live wie online, ist riesig. Ohne Gäste kein Event, und mit wenig Gästen kein Erfolg. Entscheidend ist, dass man die richtige Zielgruppe erreicht.
Im Gespräch wird schnell klar, dass AI an vielen Stellen unterstützen kann. BRIGHT bietet verschiedene Lösungen an, die Events einfacher, persönlicher und effizienter machen. Einige davon stellen wir dir hier kurz vor.
Ermöglicht einen kontaktlosen und schnellen Eintritt, ohne lange Warteschlangen oder manuelle Kontrolle.
Hilft dabei, Bewegungen besser zu verstehen, Engpässe früh zu erkennen und das Erlebnis für alle angenehmer zu machen.
Begleitet Gäste während dem Event, beantwortet Fragen und hilft dabei, Programmpunkte, Räume oder Informationen schneller zu finden.
Schlägt passende Kontakte vor und fördert gezielte Begegnungen zwischen den Gästen.
Übersetzt Inhalte live während dem Event, damit Gäste dem Programm in ihrer bevorzugten Sprache folgen können.
Fasst wichtige Inhalte und Erkenntnisse automatisch zusammen, zum Beispiel aus Keynotes, Panels oder Präsentationen.
Wertet Stimmungen und Feedback live aus und zeigt, was deine Gäste bewegt.
Bereitet Event-Inhalte automatisch für Social Media, Blog oder Newsletter weiter auf.
Christian bringt es auf den Punkt: Ohne Gäste kein Event. Genau hier setzt eyevip an. Eine saubere Gästeliste, ein mehrstufiger Einladungsprozess und der Überblick über Zu- und Absagen sind die Basis, auf der jedes smarte Event-Feature erst wirkt.
Face Recognition, Smart Networking oder ein AI Event Concierge entfalten ihren Nutzen nur, wenn im Hintergrund sauber verwaltet wird, wer eingeladen ist und wer kommt. Wer das Gästemanagement im Griff hat, schafft den Raum für die persönlichen Begegnungen, um die es 2026 geht.
Dass 2026 kleinere, persönlichere Formate und der operative Einsatz von AI im Vordergrund stehen, bestätigen auch aktuelle Trendreports wie der Trendreport 2026 von kesch und die Event-Trends 2026 des ESB Marketing Netzwerks.
Event-Formate 2026 rücken näher an den Gast, den Takt gibt weiterhin der Mensch vor. AI ist dabei kein Zukunftsthema mehr. Christian Studers Rat für den Einstieg: klein anfangen und eine Aufgabe nach der anderen lösen, statt alles auf einmal zu wollen.
Die wichtigsten Punkte aus dem Gespräch: